Neuer Sammelband zu Kanon und Zensur erschienen
Beim Verlag De Gruyter Brill ist kürzlich der Sammelband „Canon and Censorship in Islamic Intellectual History“ erschienen. Herausgeber sind Mohammad Gharaibeh, Bacem Dziri und Amir Dziri, die auch die gleichnamige, auf ein Jahr angelegte AIWG-Projektwerkstatt leiteten.
Wie legitimieren Muslim_innen ihre theologischen Positionen? Wie entsteht islamische Autorität? Und welche Prozesse von Kanonisierung als auch Mechanismen der Zensur sind für die islamische Geistesgeschichte maßgeblich? Die neue Publikation „Canon and Censorship in Islamic Intellectual History“, bietet Auskunft über diese und weitere Fragen. In insgesamt zehn Kapiteln stellen unterschiedliche Autor_innen ausgewählte Beispiele für Kanonisierungs- und Zensurprozesse in verschiedenen Epochen und Regionen der islamischen Welt vor.
Die Publikation ist hervorgegangen aus der gleichnamigen AIWG-Projektwerkstatt, einem gemeinsamem Forschungsprojekt des Berliner Instituts für Islamische Theologie (BIT) an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam der Goethe-Universität Frankfurt und dem Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg, Schweiz. Im Rahmen der Projektwerkstatt entstand außerdem eine vierteilige Interviewreihe. Projektleiter Prof. Dr. Mohammad Gharaibeh vom BIT diskutierte mit vier Expert_innen über die verschiedenen Aspekte der Kanonisierungs- und Zensurprozesse, etwa im Kontext des islamischen Religionsunterrichts, in der deutschen Moscheelandschaft oder der Übersetzungsarbeit. Zur Interviewreihe auf YouTube gelangen Sie hier.
Der kostenlose Zugang wird durch die Open-Access-Förderung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ermöglicht. Die Open Access Ausgabe können Sie hier abrufen.
Mehr zur Arbeit der Projektwerkstatt erfahren Sie zudem in unserem Interview mit den Projektleitern.







