Beitrag in Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik erschienen
Welche Herausforderungen beinhaltet der Transfer von Wissenschaft zur islamisch-geprägten Philosophie in den Schulunterricht und wie können diese gemeistert werden? Laura Beusmann umreist in ihrem kürzlich in der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik erschienen Beitrag „Zwischen Forschung und Schulbildung: Ein interdisziplinärer Drahtseilakt“ die Erfahrungen der AIWG-Projektwerkstatt „Falsafa in die Schule – Impulse der islamisch geprägten Philosophie für Lehramtsausbildung und Bildungsmedien.“
Beusmann betont den grundsätzlichen Spagat zwischen der auf Spezialisierung ausgerichteten Forschung und der auf Allgemeinbildung zielenden Schulbildung. So lägen etwa bei weitem noch nicht genügend arabische Texte in Übersetzung vor. Außerdem tauche islamisch-geprägte Philosophie in der Lehramtsausbildung selten auf, weswegen Lehrkräfte nicht über relevante Wissensbestände verfügten. Hier setzt die Projektwerkstatt an und entwickelte unter Mithilfe eines breiten interdisziplinären Netzwerkes Materialien für die Lehramtsausbildung sowie den Schulunterricht. Daneben bot sie eine Onlinefortbildung für Lehrkräfte an. Beusmann konstatiert, dass abseits von Sprach- und Wissensbarrieren das Problem der zielgruppengerechten Didaktisierung von größter Bedeutung sei. Sowohl Thema als auch Textlänge und sprachliche Komplexität müsse an die jeweilige Klassenstufe angepasst werden. Ein Text müsse für Schüler_innen verständlich sein, damit er Relevanz entwickeln könne.
Beusmann, Laura (2026): Zwischen Forschung und Schulbildung: Ein interdisziplinärer Drahtseilakt. Herausforderungen des Wissenstransfers und Lösungsansätze der Projektwerkstatt „Falsafa in die Schule“, in: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik 1/2026, S. 95-100.







