AIWG-Empfang läutet erfolgreich zweiten AIWG-Fachkongress ein
Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) hat am Donnerstag, den 11.06.2026, ihren Empfang in der Lobby des Präsidiumsgebäudes der Goethe-Universität ausgerichtet. Mehr als 90 Gäste kamen fürs gemeinsame Netzwerken und Austauschen in Frankfurt zusammen, darunter Universitätsmitglieder, politische Akteur_innen sowie Partner_innen aus der Zivilgesellschaft.
Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, eröffnete mit ihren Grußworten das abwechslungsreiche Programm. Die Vizepräsidentin würdigte in ihrer Rede die Arbeit der AIWG, die weit über ein erfolgreiches Drittmittelprojekt an der Goethe-Universität hinausgehe, da sie als strukturbildende Akteurin Forschung, Praxisprojekte und Wissenstransfer auch über neue Medien innovativ miteinander verbinde und so zentrale Zielsetzungen der Universität verwirkliche. AIWG-Direktor Bekim Agai richtete sich ebenfalls mit Grußworten ans Publikum.
Es folgten Highlights aus der Arbeit der Akademie. Während AIWG-Geschäftsführerin Dr. Raida Chbib übergreifend wichtige Zielsetzungen und Entwicklungen der Akademie nachzeichnete, gaben Dr. Madlen Krüger und Nadeem Khan Einblicke in die Arbeit der Forschungsgruppen und Projektwerkstätten. Lale Diklitaş präsentierte mit plugether ein Transferprojekt mit experimentellem Charakter, das durch gemeinsame Content Creation mit jungen Menschen aus diversen religiösen Hintergründen fragte, ob und wie man Filterblasen auf TikTok durchbrechen kann.
Demokratische Resilienz im Kontext von Social Media
Nach dem Input zum plugether Projekt ging es dann thematisch direkt weiter mit einer Fishbowl-Diskussion zu „Demokratischer Resilienz im Kontext von Social Media“. Mit Dr. Erkan Binici, Universität Münster, und Prof. Dr. Riem Spielhaus, Leibniz-Institut für Bildungsmedien|Georg-Eckert-Institut und Universität Göttingen, einerseits und André Nagel, Bundeszentrale für politische Bildung, andererseits waren akademische Perspektiven verbunden mit praktischen. Die Podiumsteilnehmenden plädierten dafür, soziale Medien und KI als Instrumente zu verstehen, deren Erlernung Zeit, Ressourcen, und neue Formen der Expertise benötigen. Sowohl Publikum als auch Podiumsteilnehmende interessierten sich dafür, warum bestimmte Inhalte in den sozialen Medien besonders große Resonanz erzeugen, und wie positive und empowernde Inhalte vermittelt werden können.

Vergabe des AIWG-Dissertationspreiss für exzellente Forschung
Danach wurde es feierlich. Denn die AIWG hat dieses Jahr erneut drei Preise für innovative und gesellschaftsrelevante Dissertationen in den islamisch-theologischen Studien und der Religionspädagogik vergeben. Die diesjährigen Preisträger_innen konnten beim AIWG-Empfang alle persönlich gewürdigt werden. Ausgezeichnet wurden: Dr. Erkan Binici mit seiner Dissertation „Religiöse Sozialisation (muslimischer) Jugendlicher in mediatisierter Welt. Eine qualitativ rekonstruktive Studie zum Schnittbereich von Medien und Religion“, Dr. Betül Karakoç-Kafkas mit ihrer Dissertation zu „Imaminnen und Doing Gender. Kollektive Orientierungen im transnationalen Bildungsraum“, sowie Dr. Hadil Lababidi mit ihrer Dissertation „Rūḥ und Nafs. Vom Lebenshauch zur Selbstheit“.
Zuletzt gab es dann noch eine Fotopräsentation zu Sufismus in Deutschland und zu muslimischem Leben und muslimischer Architektur in Europa. Die Fotograf_innen und AIWG-Fellows, Negah Angha und Eckhard Ahmed Krausen, gaben dem interessierten Publikum in einem kurzen Gespräch Einblicke in ihre jeweiligen Projekte und erzählten von ihren Bildern.

Weiter vertieft werden konnten die Begegnungen und die wissenschaftlichen Inhalte an den beiden darauffolgenden Tagen beim AIWG-Fachkongresses 2026.







